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”Der geöffnete Himmel”
Ein Vortrag mit Bildpräsentation von Studiendirektor a.D. Josef Sagmeister, Fürstenzell
Zeitpunkt: Montag, den 13. Oktober 2008, 19:00 Uhr
Ort: Museum Kloster Asbach

:: Info: www.museum-asbach.eu

Der in
Tirol gebürtige Künstler Johann Jakob Zeiller erfuhr seine erste
Ausbildung durch seinen Vater Paul Zeiller. Der 15-Jährige begibt sich
für 9 Jahre nach Rom und Neapel, wo er von den führenden Meistern der
Zeit Sebastiano Conca und Francesco Solimena gründlich in die
monumentale illusionistische Dekorationsmalerei des Spätbarock
eingeführt wird.
Ein entscheidender Wendepunkt wird nach
ersten selbständigen Werken in Niederösterreich seine erste
eigenständige Tätigkeit außerhalb der österreichischen Erblande im
niederbayerischen Zisterzienserkloster Fürstenzell, wo er 1744/45 die
Deckenfresken und drei Altarbilder für die Klosterkirche schafft. Der
Erfolg ist so groß, dass die Prälaten anderer süddeutscher Klöster auf
ihn aufmerksam werden.
In den nächsten 30 Jahren wird er mit Aufträgen
in Bayern und Schwaben überhäuft, darunter seine Arbeiten für die
Klöster Aldersbach und Asbach, wo er 1771 für den Tafelsaal des
Prälaten das Fresko „Das Mannawunder“ malt. Höhepunkt seiner
künstlerischen Tätigkeit ist zweifellos die Freskierung der großen
Kuppel der Klosterkirche Ettal (1748–1751) und der riesigen
Gewölbeflächen der Kirche der Reichsabtei Ottobeuren (1756–1764).
Johann
Jakob Zeiller gilt als einer der größten Meister monumentaler
Dekorationsmalerei in der Spätphase des Barock. Seine Stärke lag
weniger in der kreativen Erfindung eigener Figuren als im genialen
Arrangement von Vorlagen seiner Lehrer und Vorbilder, die er mit neuer
Bedeutung füllte und in neue Zusammenhänge stellte. Er gilt auch als Meister des Kolorits, das den jeweiligen Raumverhältnissen und Bildinhalten Rechnung trägt.
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