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Dr. Wilfried Hartleb
Kulturreferent des
Landkreises Passau

Tel: 0851 397 621


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IMPRESSUM


"Kunst in der Fabrik"

 

"Kunst in der Fabrik" hat Premiere im Landkreis Bildergalerie


Werke des Prager Malers Pavel Roucka werden ab Februar in der Fensterfabrik Niederhofer in Sandbach gezeigt.

Pavel Roucka - schon mal gehört? In der Fensterfabrik Niederhofer kennt man den Namen nicht. Noch nicht, denn: Die 85 Mitarbeiter werden in den nächsten Wochen von den Werken des 68 Jahre alten Malers und Grafikers umgeben sein. Die Produktionshalle in Sandbach wird von 25. Februar bis April zum Ausstellungsraum für die großformatigen Bilder des Tschechen. Danach werden sie in der Landkreisgalerie auf Schloss Neuburg gezeigt. (C.A.L.)

 

Kultursponsoren im Landkreis Passau - "Kunst in der Fabrik" Kultursponsoren im Landkreis Passau - "Kunst in der Fabrik" Kultursponsoren im Landkreis Passau - "Kunst in der Fabrik"
     
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Folgende Künstler sind mit ihren Werken vertreten:
     
Pavel Roucka Jakub Flejsar
Vaclav Blaha
Daniel Pesta
Natalie Rouckova  



"Kunst in der Fabrik" - Dr. Wilfried Hartleb

Die Präsentation von Kunst in der Fensterfabrik Niederhofer, Sandbach, mag vielleicht eine außergewöhnliche, vielleicht sogar verrückte Idee sein, denn sie geht über den traditionell etablierten Rahmen der Darbietung von Kunst in einem Museum oder einer Galerie hinaus. Kunst wird in einen nicht künstlerischen Kontext und Standort gebracht.

"Kunst in der Fabrik" ist keine normale Ausstellung, denn die Kunstwerke können nicht mit dem normalen Betrachter-Besucher Ritual von Kunstliebhabern rechnen.

 Betrachten Sie alle Bilder zur Ausstellung: "Kunst in der Fabrik"  

Kunst steht oftmals auf einem elitären Sockel. Das Projekt "Kunst in der Fabrik" holt die Kunst vom Sockel herunter, "erdet" sie und präsentiert sie in einem ungezwungenen Rahmen.

Zeitgenössische Kunst erhält eine neue öffentliche Bühne. Kunst kann sich einen neuen "öffentlichen Raum" erobern, kann die Diskussion darüber erweitern und bereichern.

Es findet eine Konfrontation von Bildern zeitgenössischer Künstler mit der Welt der Fabrikarbeiter statt: Es stellt sich die Frage, was wissen wir voneinander, was können wir voneinander lernen und was kann uns innerlich bereichern?

So unterschiedlich die Welt des Künstlers und die Welt des Arbeiters auch ist, es wird ein Raum geschaffen zum Kennenlernen neuer Ideen und Menschen. Unterschiedliche Lebenswelten stoßen aufeinander und müssen miteinander auskommen.

Unverständnis, Gleichgültigkeit, tief verwurzelte Missverständnisse, Vorurteile, Kommunikationsbarrieren und sogar Aversion werden überwunden. Eine neue Form der Kommunikation und des freien Dialogs, eine neue Beziehung zwischen Kunst und Öffentlichkeit entsteht.

Der einzigartige Charakter des Projekts besteht aus der Möglichkeit des Dialogs zwischen moderner Kunst und Menschen, die diese Art von visueller Kommunikation nicht gewohnt sind, da sie nicht unbedingt auf Museums- und Galerieerfahrung zurückgreifen können.

Kunst wird auch in Arztpraxen, in Sparkassen, in Krankenhäusern, in Büroräumen, in Behördenzimmern, in still gelegten Fabrikhallen usw. präsentiert, aber nicht in Fertigungshallen, in denen gearbeitet wird und wo es laut ist.

Es kommt es zu einer Begegnung von handarbeitenden Menschen und Kunst, wobei der Herstellungsprozess in der Fabrik nicht gestört oder unterbrochen werden darf.

Die Menschen werden heute mit allen Arten von visueller Information und schnellen Bildern konfrontiert und erdrückt. Die Kunstwerke in der Fabrik sind dagegen großformatige, statische Bilder.

Im 20. Jahrhundert kam es zu einer Entfremdung zwischen der Ausdrucksweise zeitgenössischer Kunst und der Wahrnehmung der "gewöhnlichen" Menschen. Besonders seit dem Aufkommen der Abstraktion wurde die Kunst für viele Menschen unleserlich. Es fand eine Trennung zwischen Kunst und der "Mainstreambevölkerung" statt.

Auch negative Reaktionen, von welcher Seite auch immer, sind Bestandteil dieses Kunstprojektes. Sie führen weiter und bereichern das Ergebnis.

Es soll aber keine Verordnung von Kultur "von oben herab" oder eine diktatorische Erziehung der Arbeiter stattfinden. Es wird der Frage nachgegangen, welche Auswirkung dieses Projekt auf die Menschen in den Werkhallen hat. Nehmen sie das Projekt als Bereicherung an?

Kunst kommt oftmals intellektualisiert daher und wird oftmals auch in Museen und Galerien für den "Kundigen" so zelebriert. Im Gegensatz dazu zielt das Projekt darauf, einen offenen Kanal für die Kommunikation zwischen Menschen und moderner Kunst zu schaffen.

Es wird der Frage nachgegangen, wie schauen Kunstwerke außerhalb der Mauern von Museen, Galerien und Studios aus, wo sie ganz anderen Bedingungen ausgesetzt sind und vom Betrachter auf ganz andere Weise aufgenommen werden muss.

Die Kunstwerke sind in der Fabrik den Bewegungen der arbeitenden Menschen an ihren Maschinen ausgesetzt, es kommt zu Veränderung der Licht- und Schattenverhältnisse.

Die Arbeiter, die mit der Kunst in ihren Fabrikhallen eine gewisse Zeit leben müssen (dürfen), ermöglichen dem Künstler eine neue Qualität von Feedback als was der Künstler sonst mit Galeriebesuchern erlebt.

Dieses Projekt erforscht den Zusammenhang zwischen Mensch und künstlerischen Ausdruck.



Presseartikel zur Ausstellung

Kultursponsoren im Landkreis Passau - "Kunst in der Fabrik"
Kultursponsoren im Landkreis Passau - Wenn Kunst geerdet wird






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Betrachten Sie die Presseartikel zum Thema "Kunst in der Fabrik" als PDF.
>> zum Presseartikel




Das Projekt soll nachhaltig wirken. Deswegen halten Fotographien die Reaktionen der Arbeiter und der Besucher im Raum der Fabrik fest. Auf diese Weise werden lebendige Ergebnisse produziert und komplexe Informationen über den Charakter dieser Auseinandersetzung mit der "Kunst in der Fabrik" geboten. Dies soll in einen Ausstellungskatalog der ganz anderen Art münden, der sich unterscheidet von normalen bildlichen Darstellungen von Kunstwerken in Katalogen.


Für die Firma entsteht ein Werbeeffekt ganz anderen Stils. Es geht nicht um Werbung für die eigenen Produkte. Durch dieses Projekt erhält die Firma als Förderer von Kultur ein ganz anderes Profil. Wirtschaft, Handwerk und Kultur bewegen sich aufeinander zu. Die Firma kann die Fotos, die bei diesem Projekt entstanden sind, in eigenen Werbebroschüren verwenden. Die auf die eigenen Produkte fixierten Werbebroschüren erhalten ein ganz anderes, ein künstlerisches Aussehen.

Große Künstler aus Prag stellen ihre Kunstwerke für dieses Projekt zur Verfügung. Durch diese Ausstellung werden historische Verbindungen zwischen Bayern und Böhmen wieder lebendig und lebendig. Dies ist auch ein Zeichen besonderer Wertschätzung für die Kulturarbeit des Landkreises Passau.

Autor / Redner: Dr. Wilfried Hartleb

 

 
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